Gründerinnen-Mentoring

Über das Mentoring-Programm

Bewerbung

Bewerben Sie sich mit Ihrem Business-Plan oder Ihrem Konzept

Sie werden im Rahmen des HVB Gründerinnen-Mentoring für die Dauer von sechs Monaten von Mitgliedern des HVB Frauenbeirats sowie von Gründungsexperten der HypoVereinsbank begleitet. Sie profitieren von langjährigem Expertenwissen und Praxiserfahrung sowie von einem intensiven persönlichen Austausch mit den Mentorinnen und den HVB Gründungsexperten.

Bewerben können sich einzelne Gründerinnen oder Gründerteams, die ihren Firmensitz in Deutschland haben und innerhalb eines Jahres gründen wollen oder bereits innerhalb der letzten beiden Jahre ihre Unternehmensgründung vollzogen haben.

Entscheidende Kriterien sind vor allem die Qualität des Business-Plans und die Gründungsidee. Eine Jury aus HypoVereinsbank, HVB Frauenbeiräten und Kooperationspartnern wählt schließlich die Gewinnerinnen aus.

Die Bewerbungsfrist für das HVB Gründerinnen-Mentoring 2016 ist bereits abgelaufen. Sie können sich aber vorab für das nächste Programm registrieren und Sie werden über alle News und den Bewerbungsstart auf dem Laufenden gehalten:

Voranmeldung unter folgendem Link.

Gründungstipps

Gründungstipps

Bei einer Unternehmensgründung lohnt es sich, genau zu planen und vorausschauend zu handeln. Lesen Sie mehr über die perfekte Gründungsvorbereitung bei unserem Team Gründung und Nachfolge. Was müssen besonders Frauen bei einer Unternehmensgründung beachten? Welchen Rat würden Sie einer Gründerin unbedingt mitgeben? Was unsere Mentorinnen speziell Gründerinnen raten würden, haben wir hier zusammengefasst.

„Frauen müssen bei einer Unternehmensgründung genauso wie Männer an ihre Vision und an ihre Durchsetzungskraft glauben. Ich gebe Gründerinnen folgenden Rat: Nicht immer ist der gerade Weg zum Ziel auch der beste. Bleiben Sie sich und Ihrer Idee treu und verbiegen Sie sich nicht!“
Stephanie Czerny, Mentorin HVB Gründerinnen-Mentoring

„Mein Rat an Gründerinnen: Überprüfen Sie Ihre Motivation für die Selbstständigkeit. Wichtig ist, dass Sie ,mit Leib und Seele‘ in diese Tätigkeit hinein möchten und nicht nur aus einer anderen heraus. Eine Selbstständigkeit darf nie eine Notlösung, sondern sollte eine Erfüllung sein.“
Birgit Kownatzki, Spezialistin Gründungs- und Nachfolgefinanzierungen, HypoVereinsbank

„Ich rate Gründerinnen, realistisch zu sein: Selbstständigkeit ist keine romantische Idee zur Verwirklichung idealistischer Träume. Das Fundament, der Ansatz und die Vision müssen absolut ausgereift sein. Da der Arbeitseinsatz nicht vorhersehbar ist, sollte der Partner mental immer mit ins Boot genommen werden. Gerade die Gründungsphase kann ein Prüfstein für jede Beziehung sein kann.“
Andrea Karg, Mentorin HVB Gründerinnen-Mentoring

Studie

Studie „Deutschlands Gründerinnen zwischen Digitalisierung, Sharing Economy und Wertewandel“

Jüngste Erhebungen zu Unternehmensgründern in Deutschland zeigen sich optimistisch: Der Anteil von Frauen steigt. Auch die Aufmerksamkeit für Startups war hierzulande selten höher als heute. Sie gelten als Jobmotor, sind Garant für die Zukunftsfähigkeit des Innovationsstandorts Deutschland, treiben den Wandel voran und fordern die großen Champions heraus. Viele Startups machen sich dabei die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft zu Nutze. Stichworte sind etwa die Sharing Economy oder das Internet of Things.

Ziel der Gründerinnen-Studie 2015 war es deshalb zu erfahren, wie speziell Gründerinnen mit dem Wandel umgehen und ihn prägen. Wie sehen sie den digitalen Wandel? Wie gehen sie mit den Herausforderungen um und wie führen sie ihre jungen Unternehmen in die Zukunft? Welche Werte haben sich verändert und welche Trends erkennen die Gründerinnen? Wo unterscheiden sie sich von ihren männlichen Kollegen und wo nicht? Und welche Rolle spielen gerade die jüngeren Gründer, die Digital Natives?

Die komplette Studie können Sie hier herunterladen: Die Studie zum Download.

Die Kernergebnisse:

01 Wie Gründerinnen führen: Konservativ, aber auch demokratisch.

Gründerinnen vertrauen eher konservativen Methoden. Konkret: Die meisten führen vor allem über Richtlinien und direkte Anweisungen an Mitarbeiter. Gleichzeitig scheint der Trend aber zu demokratischer Führung zu gehen: 75 % holen Meinungen von Mitarbeitern ein, bevor sie Entscheidungen treffen, 72 % treffen Entscheidungen gemeinsam. Dabei unterscheiden sich die Ergebnisse von männlichen und weiblichen Gründern kaum.

02 „Changing Leadership“: Ein guter Leader ist anpassungsfähig und nimmt andere mit.

Für Gründerinnen ist gute Führung vor allem einbeziehend, positiv bestärkend, erklärend und anpassungsfähig bzw. flexibel, am wenigsten aber autoritär oder nur zahlengetrieben.

03 Nur bei wenigen Punkten gibt es signifikante Unterschiede zwischen Gründerinnen und Gründern in Leadership-Fragen.

Ein paar Themen gibt es allerdings: Gründerinnen ist das regelmäsige Coachen und eine starke Vielfalt im Team deutlich wichtiger als den Gründern. Bei der Frage nach „guter Führung“ ist Gründerinnen einfühlsame und wertschätzende Führung deutlich wichtiger. Männliche Gründer finden dagegen vor allem das Setzen von klaren Zielen, die Delegation vieler Aufgaben und den Fokus auf Effizienz wichtiger als weibliche Gründer.

04 Ein Blick auf die junge Generation: Besonders die Digital Natives wollen anders arbeiten.

Für die Digital Natives ist die Vielfalt von Aufgaben viel wichtiger als für die älteren Gründer. Außerdem ist es für sie essenziell, entscheiden zu können, wo sie arbeiten. Coaching und Mentoring werden ebenfalls überdurchschnittlich stark wertgeschätzt.

05 Das Konzept der Sharing Economy wird vor allem aus Sicht der Gründerinnen in Zukunft wichtiger werden.

Während momentan die Sharing Economy noch keine allzu große Rolle spielt, sind typische Konzepte wie Crowdfunding, Cloudworking, Revenue Sharing oder Robin-Hood-Strategien für die Zukunft bedeutsam. Gründerinnen und die Jüngeren sind davon überdurchschnittlich häufig überzeugt.

06 Arbeiten in der Zukunft: „Smart Working“ befindet sich im Aufwind – vor allem bei Frauen und den Jüngeren.

Bei fast allen Smart-Working-Indikatoren stimmen verhältnismäßig mehr Frauen zu: Mitarbeiter sollen entscheiden können, wann und wo sie arbeiten und sollen die volle Verantwortung für ihre Arbeit tragen. Entscheidend sind demnach die erreichten Ziele als Maßstab.

07 Wertewandel? Immaterielle Statussymbole liegen weit vorne.

Immaterielle Statussymbole und Werte sind Gründerinnen deutlich wichtiger als materielle: Auf den ersten Plätzen stehen: Gesundheit, Selbstbestimmtheit sowie ein spannender Beruf. Typische materielle Statussymbole wie der Dienstwagen, teure Urlaube oder teure Autos landen auf den hinteren Plätzen – auch bei den männlichen Gründern.

08 Fortschritte bei der Digitalisierung, aber Defizite bei der Förderung.

Der digitale Wandel in Deutschland ist schon weit vorangeschritten, sagen die Gründerinnen. Aber nur wenige Gründerinnen finden, dass die Digitalisierung ausreichend gefördert wird, etwa durch öffentliche Förderung. Bei den jüngeren Gründern, den Digital Natives, ist es sogar nur jeder Zehnte, der zufrieden mit dem Status quo ist.

09 Keine Gefahr für Jobs durch die Digitalisierung.

Was die Arbeitsplätze angeht, sind Gründerinnen ähnlich gelassen wie männliche Gründer und sehen kaum Gefahren für den Arbeitsmarkt durch Automatisierung und Roboter.

10 Luft nach oben: Gründerinnen können in Sachen Digitalisierung noch aufholen.

Nur gut jede Vierte treibt „digital“ mit Ihrem Business aktiv voran und prägt das digitale Zeitalter mit eigener Innovation oder dem eigenen Produkt. Bei den männlichen Gründern sind es schon über 40 %, bei den Digital Natives insgesamt noch mehr: Knapp die Hälfte von ihnen glaubt, die Digitalisierung aktiv zu treiben.

Die Gründerinnen-Studie 2015 wurde durch die Technische Universität München und die Hochschule Macromedia München durchgeführt. Kern der Untersuchung ist eine Stichprobe von 484 Gründerinnen und Gründern über eine Online-Befragung. Im Anschluss wurden zur Vertiefung der Ergebnisse 14 Leitfadeninterviews mit Gründerinnen und Gründungsexperten durchgeführt.